
Erst sterben ein paar Zweige in der Krone ab, dann ganze Astpartien, und im nächsten Sommer treibt die halbe Krone gar nicht mehr aus. Die Esche im Garten oder an der Grundstücksgrenze wirkt von unten noch stabil – und ist es oft schon lange nicht mehr. Das Eschentriebsterben ist eine Pilzkrankheit, gegen die der Baum nichts ausrichten kann. Die unangenehme Seite daran: Kranke Eschen brechen häufig ohne Vorwarnung, und die Fäule sitzt genau dort, wo man sie von außen nicht sieht – am Stammfuß und in den Wurzeln.
Was das Eschentriebsterben ist
Ausgelöst wird es von einem eingeschleppten Pilz, der über die Blätter in den Baum gelangt und die Leitungsbahnen der Triebe zerstört. Der Baum reagiert, indem er befallene Triebe abwirft und aus schlafenden Knospen neu austreibt – ein Wettlauf, den die meisten Eschen über die Jahre verlieren. Von Jahr zu Jahr wird die Krone lichter. Entscheidend ist aber nicht die Krone, sondern was unten passiert: Über die absterbenden Wurzeln dringen Folgepilze ein, die den Stammfuß faulen lassen. Genau das nimmt dem Baum die Standsicherheit.
Woran Sie es erkennen
- Abgestorbene Triebspitzen: einzelne Äste in der Krone treiben nicht mehr aus, die Zweigenden sind kahl und dürr.
- Lichte, ausgedünnte Krone: die Esche wirkt „durchsichtig“, man sieht mehr Himmel als früher.
- Buschige Nottriebe: am Stamm und an dicken Ästen sprießen dichte Büschel aus Notknospen – der Baum kämpft.
- Rindenschäden mit rautenförmigen Verfärbungen an jüngeren Trieben und am Stamm.
- Pilze und weiche Stellen am Stammfuß: das gefährlichste Zeichen. Wo der Fuß fault, ist die Standsicherheit bereits betroffen – auch wenn die Krone oben noch grün wirkt.
Warum die kranke Esche gefährlich wird
Eschen haben eine tückische Eigenschaft: Ihr Holz wird bei Befall spröde und bricht oft schlagartig, ohne das langsame Nachgeben, das man von anderen Bäumen kennt. Dürre Äste fallen bei Wind aus der Krone. Und wenn die Fäule den Stammfuß erreicht hat, kann der ganze Baum umkippen – bei aufgeweichtem Boden und Wind reicht dann irgendwann eine kräftige Böe. Das Fatale: Diese Fäule sehen Sie von außen kaum. Ein Baum, der oben noch halbwegs grün steht, kann unten längst hohl sein.



Steht die Esche frei auf der Wiese, ist ein Bruch ärgerlich. Steht sie an der Straße, am Gehweg, über dem Stellplatz, am Nachbargrundstück oder neben dem Haus, ist es ein Fall für Ihre Verkehrssicherungspflicht – und damit für Ihre Haftung. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Baum betroffen ist, schauen wir ihn uns an, bevor etwas passiert.

Auch in der Brut- und Setzzeit – wenn es die Sicherheit verlangt
Viele glauben, ein Baum dürfe zwischen März und September gar nicht gefällt werden. Das stimmt so nicht. Das gesetzliche Fällverbot in dieser Zeit betrifft vor allem Gehölze in der freien Landschaft – und es gilt nicht, wenn von einem Baum eine Gefahr ausgeht. Für einen echten Gefahrenbaum und für die Verkehrssicherung gibt es eine ausdrückliche Ausnahme. Was ganzjährig zu beachten bleibt, ist der Artenschutz: kein besetztes Vogelnest, keine bewohnte Höhle. Genau das beurteilen wir als Fachbetrieb vor Ort – und fällen, wenn es die Sicherheit verlangt, auch im Sommer rechtssicher. Sie müssen also nicht bis zum Winter warten und hoffen, dass nichts passiert.
Wie wir Ihre Esche fällen
Welche Technik die richtige ist, entscheiden wir am Boden – nicht oben im Baum. Solange die Esche noch trägt, tragen wir sie mit Seilklettertechnik Stück für Stück ab und lassen jedes Teil kontrolliert am Seil ab, auch zwischen Haus und Zaun oder über einer Terrasse. Ist der Baum durch die Fäule nicht mehr sicher besteigbar, arbeiten wir mit Hubarbeitsbühne, und wo es eng zugeht oder besonders schwere Stämme über Hindernisse gehoben werden müssen, mit dem Kran. Seilklettertechnik, Hubsteiger und Kran sind für uns keine Gegensätze, sondern die passende Wahl je nach Baum und Standort.
Warum früh handeln günstiger ist
Wie bei der Fichte gilt auch hier: Je länger die Esche krank ist, desto teurer wird die Fällung. Ein Baum, der noch trägt, lässt sich klettertechnisch abtragen – das ist der günstigste Weg. Ist der Stammfuß erst durchgefault und der Baum nicht mehr besteigbar, braucht es Bühne oder Kran, und der gleiche Baum kostet ein Vielfaches. Wer bei den ersten kahlen Astpartien handelt, spart am Ende Geld und Nerven.
Was kostet die Fällung einer Esche?
Das hängt an drei Dingen: Größe des Baumes, Zustand des Holzes und Platz drumherum. Eine frei stehende Esche ist ein anderer Vorgang als eine faulende Esche zwischen Straße und Hauswand. Deshalb sehen wir uns den Baum vorher an und geben Ihnen ein Festangebot, bevor irgendetwas passiert. Was im Angebot steht, steht später auf der Rechnung.
Häufige Fragen
Kann man eine Esche mit Triebsterben noch retten?
Ein Mittel gegen den Pilz gibt es nicht. Manche Eschen halten sich über Jahre mit einer licht bleibenden Krone, andere sterben schnell ab. Solange die Standsicherheit gegeben ist, muss nicht gefällt werden – dann kontrollieren wir den Baum und entfernen bei Bedarf nur das Totholz. Entscheidend ist der Zustand am Stammfuß.
Muss die kranke Esche sofort weg?
Nicht zwangsläufig. Steht sie frei und würde niemanden gefährden, können Sie den Verlauf beobachten. Steht sie über Straße, Gehweg, Stellplatz oder Haus, sollten Sie sie prüfen lassen – kranke Eschen brechen oft ohne Vorwarnung.
Darf im Sommer überhaupt gefällt werden?
Für Gefahrenbäume und die Verkehrssicherung ja – dafür gibt es eine gesetzliche Ausnahme. Wir prüfen vorher den Artenschutz (kein besetztes Nest, keine bewohnte Höhle) und fällen dann rechtssicher, auch in der Brut- und Setzzeit.
Sprechen wir darüber
Sie sind unsicher, ob Ihre Esche noch sicher steht? Rufen Sie an und schildern Sie kurz die Lage – oft lässt sich schon am Telefon einschätzen, ob wir zeitnah rausfahren sollten. Wir sind von Dingolfing aus im Landkreis Landshut, Straubing und Mallersdorf-Pfaffenberg für Sie unterwegs.
Verwandte Leistungen
Geht von dem Baum bereits eine akute Gefahr für Haus, Straße oder Leitungen aus, übernehmen wir die kontrollierte Fällung von Problem- und Gefahrenbäumen. Sind Sie unsicher, ob Ihr Baum überhaupt noch sicher steht, klären wir das vorab mit einer Baumkontrolle samt ehrlicher Handlungsempfehlung.
Wir sehen uns die Situation kostenlos vor Ort an.
Sie erhalten eine fachliche Einschätzung und ein schriftliches Angebot. Wenn sich der Aufwand sicher bestimmen lässt, kann der Preis bereits bei der Besichtigung genannt werden.